Der Schulexpress an unserer Schule

Der Schulexpress in aller Kürze 

Mit dem Schulexpress kommen die Kinder unserer Grundschule seit Juni 2026 selbstständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zur Schule. Dafür treffen sie sich morgens an einer der 15 Schulexpress-Haltestellen und machen sich von dort gemeinsam mit Kindern aus ihrer Nachbarschaft auf den Weg zur Schule.

Der Schulexpress fördert die Selbstständigkeit der Kinder, bringt mehr Bewegung in den Alltag und trägt dazu bei, die Verkehrssituation vor der Schule zu entspannen.

Ihr habt Fragen zum Schulexpress? Die wichtigsten Informationen und Antworten haben wir hier für Euch zusammengestellt.

 

Solltet ihr darüber hinaus Fragen oder Hinweise an uns haben, meldet euch gern unter:

Schulexpress@nydam-kids.de

Hintergrund und Idee

Warum wurde der SCHULEXPRESS eingeführt?

Rund um den Schulbeginn kommt es vor unserer Schule regelmäßig zu einem sehr hohen Verkehrsaufkommen, wenn viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Die zahlreichen fahrenden und parkenden Autos sowie verstopfte Straßen machen die Verkehrssituation insbesondere für Kinder sehr unübersichtlich und gefährlich. Da es morgens oft schnell gehen muss, entstehen beim Bringen der Kinder zusätzlich hektische Situationen, die das Unfallrisiko weiter erhöhen. Um den Schulweg sicherer zu gestalten, die Verkehrssituation rund um die Schule zu entlasten und um mit Beschwerden aus der Nachbarschaft konstruktiv umzugehen, hat sich der Elternrat intensiv mit möglichen Lösungen beschäftigt. Dabei fiel die Wahl auf den SCHULEXPRESS – ein Konzept, das sich bereits seit vielen Jahren erfolgreich an zahlreichen anderen Schulen bewährt hat.

 

 

Was ist Ziel und Sinn des Schulexpress?

Vorschlag: Der SCHULEXPRESS fördert einen sicheren und selbstständigen Schulweg. Die Kinder bewegen sich an der frischen Luft, sammeln Erfahrungen im Straßenverkehr und stärken ihre Selbstständigkeit. Gleichzeitig sind sie gemeinsam mit anderen Kindern aus ihrer Schule unterwegs und stärken so den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft.

Weniger Autos rund um die Schule sorgen zudem für eine übersichtlichere und sicherere Verkehrssituation. Zusätzlich entlastet der SCHULEXPRESS viele Eltern im Alltag, da sie ihre Kinder nicht mehr täglich selbst zur Schule bringen müssen.

 

Wie wurde das Projekt entwickelt?

Die Entwicklung des Schulexpress basiert auf einer Elternbefragung zu den Schulwegen der Kinder, die Ende 2025 durchgeführt wurde. Auf Grundlage dieser Rückmeldungen wurden Wohncluster gebildet, Haltestellen festgelegt sowie sichere Schulwege und mögliche Gefahrenpunkte identifiziert. Das Projektteam arbeitete dabei eng mit Frau Nölle, der Initiatorin des SCHULEXPRESS, zusammen und konnte bei der Planung und Umsetzung von ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise profitieren.

Die erkannten Gefahrenstellen wurden an das zuständige Bezirksamt und die Polizei gemeldet und liegen dort als Anträge zur Prüfung und Verbesserung vor, zum Beispiel im Hinblick auf fehlende sichere Querungsmöglichkeiten am Bargkoppelweg.

Anschließend konnten die Eltern ihr Kind einer passenden SCHULEXPRESS-Haltestelle zuordnen. Die Familien einer Haltestelle wurden miteinander vernetzt, sodass sie sich untereinander abstimmen und den gemeinsamen Schulweg organisieren können.

 

  1. Organisation im Alltag 

Wie unterstützen Eltern den Schulexpress?

Eltern unterstützen den Schulexpress vor allem, indem sie sich untereinander vernetzen und miteinander absprechen. Besonders in der Anfangszeit kann es sinnvoll sein, die Kinder auf dem Schulweg zu begleiten. Dabei können sich die Eltern einer Haltestelle abwechseln und so gegenseitig entlasten.

Schon nach kurzer Zeit gewinnen die Kinder Sicherheit auf ihrem Schulweg und können den Weg in der Gruppe zunehmend selbstständig zurücklegen.

 

Wie weiß ich, welche Kinder meiner Haltestelle zugeordnet sind?

Erstmalig wurde Ende Mai 2026 eine Umfrage durchgeführt, in der sich Eltern und Kinder den jeweiligen Haltestellen zuordnen konnten. Auf dieser Grundlage wurden feste Gruppen gebildet und die Kontaktdaten der teilnehmenden Familien innerhalb der jeweiligen Haltestellen weitergegeben.

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2026 hat der Elternrat je Haltestelle eine WhatsApp-Gruppe erstellt, denen sich die Eltern zuordnen können. Der jeweilige QR-Code wird zu Beginn des Schuljahres ausgehangen und kann später im Schulbüro eingesehen werden.

Wenn du und dein Kind neu an der Schule seid oder dein Kind neu teilnimmt kannst du über die WhatsApp-Gruppen zu der Laufgruppe in Kontakt treten. Alternativ könnt ihr auch einfach morgens zu der Haltestelle gehen und euch der bestehenden Gruppe anschließen!

 

Wo sind die Haltestellen?

 

Um wie viel Uhr treffen sich die Kinder an der Haltestelle?

Für jede Haltestelle gibt es eine empfohlene Startzeit, die sich an der jeweiligen Entfernung zur Schule orientiert und einen kleinen Zeitpuffer berücksichtigt (orientiert an GoogleMaps + 5 Min.). Die genaue Treff- und Startzeit können die Familien einer Haltestelle jedoch selbst festlegen.

 

Welche Wege werden gelaufen?

 

Haltestellen 1& 2

 

 

Haltestellen 3 bis 6

 

 

Haltestellen 7 bis 9

Haltestelle 10

Haltestelle 11

 

Haltestelle 12

Haltestelle 13

Haltestelle 14

Haltestelle 15

 

Warum werden bestimmte Schulwege empfohlen?

Für den Weg von den SCHULEXPRESS-Haltestellen zur Schule gibt es empfohlene Routen. Diese wurden in Abstimmung mit der Polizei so ausgewählt, dass die Kinder möglichst sicher zur Schule gelangen. Dabei kann der empfohlene Weg auch einmal etwas länger sein, wenn dadurch größere Kreuzungen oder andere potenzielle Gefahrenstellen umgangen werden können – beispielsweise die Kreuzung Meiendorfer Straße/Berner Straße.

Die ausgewiesenen Wege sind Empfehlungen. Wenn sich die Familien einer Haltestelle gemeinsam für eine andere Route entscheiden, ist dies selbstverständlich ebenfalls möglich.

 

Wie erkenne ich die Haltestellen?

So sehen unsere Haltestellen aus:

 

Was passiert bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit?

Der Schulexpress findet grundsätzlich auch bei schlechtem Wetter und in der dunklen Jahreszeit statt. Da die Kinder gemeinsam in Gruppen unterwegs sind, werden sie  besser gesehen und sind sicherer als allein auf dem Schulweg.

Wichtig ist, dass die Kinder wetterangepasst gekleidet sind und gut sichtbare Kleidung oder Reflektoren tragen, besonders in der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht.

 

  1. Teilnahme & Regeln [obere Ebene]

Kann mein Kind auch mit dem Fahrrad oder Roller am SCHULEXPRESS teilnehmen?

Ja, grundsätzlich können sich auch Kinder zu Fahrrad-Gruppen zusammenschließen und gemeinsam zur Schule fahren.

Wenn Kinder ohne Begleitung eines Erwachsenen mit dem Fahrrad zur Schule fahren, empfiehlt die Stadt, dies erst nach der Fahrradprüfung in der 3. oder 4. Klasse zuzulassen. Letztlich entscheiden die Eltern, ob ihr Kind den Schulweg bereits sicher mit dem Fahrrad bewältigen kann.

  • Dabei sollten insbesondere folgende Fragen berücksichtigt werden:Ist mein Kind verkehrssicher und aufmerksam im Straßenverkehr?
  • Ist der Schulweg für das Radfahren geeignet?
  • Ist das Fahrrad meines Kindes verkehrssicher?

 

Kann mein Kind auch mitmachen, wenn es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommt?

Ja. Kinder, die selbstständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen, können ebenfalls am Schulexpress teilnehmen.

Da diese Kinder bereits einen Teil ihres Schulwegs mit Bus oder Bahn zurücklegen, gibt es für sie jedoch keine eigene Schulexpress-Haltestelle.

 

Darf ich mein Kind noch mit dem Auto zur Schule bringen?

Ja, es ist weiterhin möglich, dein Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen. Hierfür wurde die Haltestelle 14 als Autohaltestelle eingeplant.  Von dort aus können die Kinder den restlichen Weg sicher zu Fuß zurücklegen.

Damit der SCHULEXPRESS zu einer spürbaren Entlastung vor unserer Schule beitragen kann, bitten wir alle Eltern, möglichst auf das Vorfahren bis direkt zur Schule zu verzichten. Nur gemeinsam können wir daran arbeiten, die Verkehrssituation vor der Schule zu verbessern und den Schulweg für unsere Kinder sicherer zu machen.

Welche Anreize gibt es für die Kinder, mitzumachen?

Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden zur Schule zu gehen, macht Spaß, sorgt für Bewegung an der frischen Luft und ermöglicht einen entspannten Start in den Schultag.

Zusätzlich gibt es einen spielerischen Anreiz: Für jeden Tag, an dem ein Kind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommt, darf es einen Stern auf dem Klassenplakat im Klassenraum ausmalen. Ist das Plakat einer Klasse vollständig ausgefüllt, erhält die Klasse einen Wanderpokal als besondere Anerkennung.

 

Was ist, wenn mein Kind zwei Wohnsitze hat?

Sollte dein Kind zwei Wohnsitze haben, kann sich die jeweilige Bezugsperson in der entsprechenden WhatsApp-Gruppe anmelden. Hier können dann die Tage mitgeteilt werden, an denen dein Kind mitläuft.

 

  1. Umsetzung & Finanzierung [obere Ebene]

Wer hat den Schulexpress beschlossen und eingeführt?

Die Einführung des Schulexpress wurde von der Schulgemeinschaft gemeinsam beschlossen. Auf der Elternvollversammlung im Oktober 2025 stimmten die anwesenden Eltern für die Einführung des Schulexpress an unserer Schule. Dieses Votum wurde kurze Zeit später von der Schulkonferenz bestätigt. Seitdem wurde die Umsetzung gemeinsam von ehrenamtlichen Eltern, Schule und Elternrat („Team Schulexpress“) mit Unterstützung der GBS vorbereitet.

 

Was hat der Schulexpress gekostet und wie wurde er finanziert?

Die Einführung des SCHULEXPRESS kostete insgesamt 5.000 €. Darin enthalten waren die Beratung und Begleitung durch Frau Nölle, die Initiatorin des Schulexpress-Konzepts. Sie unterstützte die Schule mit ihrem Know-how, stellte das erprobte Konzept zur Verfügung und übernahm unter anderem die Gestaltung von Flyern sowie die Herstellung der Haltestellenschilder.

Die Finanzierung erfolgte vollständig über Spenden. Ein besonderer Dank gilt den Förderern, die die Einführung des Schulexpress an unserer Schule ermöglicht haben:

  • dem Schulverein
  • der Ballin Stiftung
  • der BB-Bank Stiftung
  • dem Oldenfelder Bürgerverein
  • der ADAC Stiftung

Dank dieser Unterstützung entstanden für die Schule und die teilnehmenden Familien keine zusätzlichen Kosten.